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Dezember 2009Dezember 2009
Dezember 2009

Selma Hansal

Foto: A. Bartl

FEMtech EXPERTIN DES MONATS Dezember

Selma Hansal studierte Chemie und promovierte in physikalischer Chemie/Elektrochemie. Von 2000 bis 2004 leitete sie ein Forschungsprojekt im Kplus Kompetenzzentrum ECHEM. Im Oktober 2004 gründete sie mit ihrem Ehemann Wolfgang Hansal und ihrer Kollegin Martina Halmdienst das Unternehmen Happy Plating GmbH. 2007 wurde Happy Plating mit dem Jungunternehmerpreis der Zeitschrift Gewinn in der Kategorie Hightech ausgezeichnet, 2009 mit dem Karl Ritter von Ghega Preis, dem niederösterreichischen Innovationspreis.


Welchen Berufswunsch hatten Sie mit 18?

Ich wollte ein physikalisch-medizinisches Labor eröffnen. Der Wunsch nach Selbständigkeit war damals schon da. Ich habe ursprünglich Biochemie inskribiert, doch innerhalb weniger Wochen zur Chemie gewechselt. Das fand ich interessanter.

Welchen Einfluss hatten Eltern, Geschwister, Lehrer und Lehrerinnen bei Ihrer Studienwahl?

Mein Vater ist Kinderarzt, meine beiden älteren Schwestern haben Medizin studiert. Ich wollte auf keinen Fall Ärztin werden, aber auf alle Fälle ein naturwissenschaftliches Fach studieren. Mich hätte vieles interessiert, von Physik bis Astronomie, doch das war mir zu mathematisch. Ich wollte experimentieren. Unsere Chemielehrerin im Gymnasium war nicht so mitreißend, doch die Biologielehrerin war gut. Letztlich wollte ich wissen, wie die Materie funktioniert. Das Bohren nach dem, was die Welt zusammenhält. Das war die treibende Kraft.

Die Faustsche Frage.

Ja, so ungefähr.


Wie war das Studium?

Es war schwer, zum Durchbeißen gedacht. Ich habe fast das gesamte Studium gemeinsam mit meinem späteren Mann studiert - wir haben uns im ersten Jahr kennengelernt. Auch als sich mein Mann mehr für Materialwissenschaften interessierte und ich mich für Elektrochemie, haben wir beide beides gemacht. Das hilft uns jetzt sehr, weil diese Bereiche oft dasselbe Problem aus zwei konträren Blickwinkel betrachten. Da wir beides studiert haben, fließen diese Gebiete für uns ineinander, und wir können ein Problem besser verstehen, die Lösung direkter finden.

Warum haben Sie ein eigenes Unternehmen gegründet?

Während der Dissertation hatte ich die Möglichkeit, in einem Kompetenzzentrum die Leitung eines großen Projekts zu übernehmen und industrienahe Forschung zu machen. Der Kontakt mit den Unternehmen hat mir sehr gut gefallen. Mich interessiert, wie man vom Forschungsergebnis zum Produkt kommt, wie es weitergeht, nachdem wir unsere Ergebnisse abgeliefert haben. Wir haben in dieser Zeit einen einjährigen Wirtschaftskurs absolviert, bei dem wir das Rüstzeug für eine Unternehmensgründung lernten. Im Herbst 2004 haben mein Mann, ich und unsere Kollegin Martina Halmdienst schließlich die Firma gegründet. Wir hatten rasch nach der Gründung bereits einen Kunden, für den wir einen Produktionsprozess verbesserten. Wir konnten also gleich von unserer Firma leben.

Sie studierten gemeinsam mit Ihrem Mann, nun arbeiten Sie gemeinsam. Wie ist Ihre Zusammenarbeit?

Wir haben ein sehr synergistisches Arbeitsverhältnis, es könnte idealer nicht sein. Das war auch ein Grund, warum wir ein Unternehmen gegründet haben: weil wir unbedingt zusammen arbeiten wollten.

Wie sind Sie auf den Namen Happy Plating gekommen?

Das war eine Trotzreaktion auf den oft trockenen Zugang zur Technik und auf den üblichen Drei-Buchstaben-Code, den sich die meisten als Firmennamen geben, der aber nichts über die Firmentätigkeit aussagt. Wir wollten vermitteln, dass wir unsere Kunden happy machen, und zwar mit Plating, Beschichtung - mit der Technologie, die wir anbieten. Bei einer Konferenz in Amerika kurz vor der Firmengründung haben wir den Namen getestet. Die einen haben gesagt: ,,So ein Schwachsinn". Die anderen, besonders die Englischsprachigen, haben gesagt: ,,Great, good idea" - und alle haben über uns gesprochen.

Was bietet Ihr Unternehmen an?

Wir arbeiten in der Beschichtungs- und Oberflächentechnik und bieten produzierenden Unternehmen Produktionsprozesse an. Das ist an sich eine klassische Technik, aber wir gehen forschungsorientiert mit neuen Technologien an die Sache heran. Wir arbeiten mit Pulse Plating. Das ist ein komplex moduliertes Stromsignal, das bei einer bestimmten Stromhöhe eine bestimmte Abscheidung bewirkt. Der zu beschichtende Teil wird in eine Metallsalzlösung eingetaucht. Indem man das Stromsignal beeinflusst, kann die Struktur der hergestellten Schicht beeinflusst werden. Ein Pulssignal kann schnell oder langsam sein, dazwischen gibt es Pausen und Umkehrpulse.

Was machen Sie anders als die anderen?

Wir betrachten alle Parameter. In einer ganzheitlichen Betrachtung des Zusammenspiels Chemie - Strömung - Geometrie - Strompulse erreichen wir bisher nicht mögliche Prozesslösungen. Dazu benutzen wir neben experimentellen Messungen auch numerische Computersimulation. So modifizieren wir beispielsweise die Zusätze im Elektrolyten und passen dann die Stromhöhe und Pulse an das System an. Das ist ein zeitintensiver Prozess, den wir durch wissensbasiertes Vorgehen verkürzen können.
Wir wagen uns auch an Mission Impossible-Projekte. Ein deutsches Forschungsinstitut hatte einem unserer Stammkunden erklärt, dass eine bestimmte Sache nicht möglich wäre. Wir wollten nicht aufgeben und haben dem Kunden gesagt, dass wir es trotzdem probieren würden. Und es hat funktioniert. Wir haben es geschafft, innerhalb eines halben Jahres einen industriereifen Produktionsprozess zu entwickeln. Dafür haben wir 2009 den Innovationspreis des Landes Niederösterreich bekommen.

Worum geht es da?

Wir haben bei einem Bauteil für Handys oder andere elektronische Geräte miniaturisierte Druckknöpfe aus nanokristallinen Metallschichten aufgebaut. Auf einer Oberfläche sind bis zu 200.000 Druckknöpfe pro Quadratmillimeter. Durch diese Technologie lassen sich Verbundstoffe ohne Klebstoffe haftfest herstellen.

Wie viele Leute beschäftigen Sie?

Im Moment hat Happy Plating elf Angestellte, plus eine Person mit einem freien Dienstvertrag. Neun Frauen und drei Männer.

Und das in einem Bereich, wo es wenige Frauen gibt!

In der Technik gibt es wenige Frauen, aber in der Chemie ist das nicht mehr so. Trotzdem liegt der Frauenanteil in unserer Branche sonst bei etwa 20 Prozent. Wir sind ein sehr gut funktionierendes Team. Wie eine Familie. Wenn es notwendig ist, ziehen alle an einem Strang. Dafür gibt es viel Flexibilität. Vier unserer Mitarbeiterinnen sind Mütter. Wenn ein Kind krank ist, können sie tagsüber zuhause bleiben und dafür am Abend reinkommen, sobald der Vater sich um das Kind kümmern kann. Man kann eine Probe auch zwischen acht und neun Uhr abends fertig machen.

Es scheint, dass ein Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil weitere Frauen anzieht. Beobachten Sie das auch?

Das halte ich für möglich. Bei uns bewerben sich Männer und Frauen gleichermaßen, von der Qualität sind sie oft gleich gut, doch Frauen sind flexibler.

Inwiefern?

Sie gehen leichter aufeinander ein. Männer sind oft starrer und meinen, etwas habe so und so zu erfolgen. Wir hatten einmal einen Kollegen für eine mittlere Führungsposition engagiert, der sich schnell als Chef aufspielte. Für ihn war auch nicht akzeptabel, dass die eine Kollegin nachmittags nach Hause ging und abends wieder kam. Nach der Probezeit waren wir uns einig, dass er nicht zu uns passen würde.

Wie reagieren die Kunden auf Sie als Frau?

Das ist schwierig zu beantworten. Manchmal habe ich das Gefühl, es wäre gut, einen Kollegen dabei zu haben, vor allem bei Kunden, die eine technische Männerwelt gewohnt sind. Andere Kunden fragen explizit nach mir, dieses positive Feedback ist natürlich immer eine Bestätigung der eigenen Leistung. Grundsätzlich stehen die wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen im Vordergrund, und wir arbeiten stets als Team, da will ich gar keine Reduktion auf geschlechtsspezifische Kriterien zulassen.

Wie entspannen Sie sich?

Mit Reiten und Bogenschießen. Bogenschießen habe ich einmal als Studentin gelernt, doch dann nicht mehr praktiziert. Vor zwei Jahren wollte ich das unbedingt wieder aufnehmen und habe einen Kurs besucht. Bogenschießen ist wie Meditation, oder vielmehr eine Mischung aus Konzentration und Abreagieren von Spannung.

Auch Reiten habe ich erst vor drei Jahren begonnen. Das ist Training gleichermaßen für Körper und Seele. Das Pferd ist ein Spiegel des eigenen Gemütszustandes - es zeigt mir, ob ich entspannt oder verspannt bin. Wenn ich müde bin oder dem Pferd nicht genug Aufmerksamkeit widme, so bin ich für mein Pferd nicht überzeugend. Die Interaktion erfordert eine große Präsenz. Nicht umsonst gibt es Managerkurse mit Pferden.

Vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Margarete Endl.

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