Projekttitel: CAPA-Computer Aided Pattern Analysis
Projektdauer: August 2005 - Juli 2006
Im Projekt "CAPA" führte die Unterschiedlichkeit der verschiedenen MitarbeiterInnen und ein Konzept zur Zusammenarbeit zum Erfolg.
Ziel:
Ziel war die Schaffung einer frauenfreundlichen Unternehmenskultur, welche Innovation und Kreativität ermöglicht und alltägliche, oft durch die Gesellschaft motivierte Zwänge in der Arbeitswelt aufhebt. Eine wichtige Säule dieses Gerüsts stellte die kontinuierliche Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen im Rahmen von Praktika und fixen Dienstverträgen dar.
Eine Mitarbeiterin wurde in der biomedizinischen Forschung beschäftigt, um inhaltlichen Zielen - besonders der Etablierung des Unternehmens als verlässlicher Partner im Bereich IT-orientierter biomedizinischer Projekte - näher zu kommen.
Umsetzung:
In den ersten beiden Geschäftsjahren konnten so Aufträge im Bereich Bilderkennung und Steuerungssysteme, Echtzeitgraphikprogrammierung, Beratungsaufträge für Storyboards - sowie die Regie - für 3D Animationen und Informationsgraphiken im News Bereich Fernsehen, Videogestaltung für Fernsehanstalten und Infofilme, klassische 3D Animationen, etc.. umgesetzt werden.
Im Laufe des Jahres 2004 konnte die Landsiedl-Popper OEG erste Aufträge im Bereich der biomedizinischen Forschung abwickeln, welche das hier beschriebene Projekt nach sich zog.
Maßnahmen:
- Gezielte Fort- und Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen
- Jährlich verpflichtende Fortbildungsveranstaltungen für MitarbeiterInnen als Standard. Der Schwerpunkt der MitarbeiterInnenfortbildungen lag auf einem persönlich zugeschnittenen Führungstraining.
- Kontinuierliche Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen im Rahmen von Praktika und fixen Dienstverträgen dar.
- Möglichkeit, sich am Schwerpunktprogramm "WIR - Women in Research" der Austrian Research Centers aktiv zu beteiligen. Dadurch erhielten MitarbeiterInnen Gendertraining und Peer-Monitoring.
Für die Weiterentwicklung des Unternehmens und die Besetzung weiterer geplanter Stellen konnten wir im Rahmen der Förderung Know-How für die Implementierung eines Frauenförderplanes erwerben, sowie Wissen für die geschlechtsspezifische Ausschreibung von Stellen (bzw. in unserem Fall die konkrete Suche nach und Bevorzugung von Mitarbeiterinnen) und für die Förderung des internen Aufstieges (d.h. in unserem Fall die Betrauung mit der Projektleitung).
Weitere Ziele des Projekts waren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kontakte und Informationen für Eltern, Erhöhung der Akzeptanz von Männerteilzeit, Abstimmung mit Kinderbetreuungspflichten), sowie die Förderung variabler Arbeitszeiten.
Geförderte Person:
Mag.a Verena Haudek
Ausbildung:Studium der Biologie
Momentane Position: Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Förderungsmaßnahme: FemTech Karriere
Kontaktperson:
Michael Landsiedl
Tel: +43 (0)1 526 5 526
E-Mail: michael.landsiedl(at)drahtwarenhandlung.at
Zum Forschungsprojekt:
Verschiedenste Erkrankungen des Organismus lassen sich aus charakteristischen Veränderungen im Blut eindeutig nachweisen und in ihrem Verlauf verfolgen.
Eine umfassende Analytik von Blutbestandteilen ist immer noch sehr teuer (z.B. Elektrophorese bzw. Massenspektroskopie) und daher nicht in jedem Fall zu rechtfertigen. Deshalb entwickelte dieses Projekt einen einfachen und praxistauglichen Bluttest. Grundidee dieses Projektes war der Versuch, aus relativ einfach zu erstellenden Kristallisationsmustern von Blutstropfen, welche durch unterschiedliche Proteinkonzentrationen beeinflusst werden, weitreichende Rückschlüsse auf pathologische Prozesse zu ziehen.
Um einen solchen Zusammenhang nachzuweisen, wurden ausgewählte Kristallisationsmuster mit zugehörigen Daten über die Proteine im entsprechenden Blutplasma verglichen. Auf dieser Basis konnten Korrelationen zwischen verschiedenen Kristallisationsmustern und der Veränderung in der Plasmaprotein-Zusammensetzung oder -Quantität erstellt werden. Ebenfalls konnten im Experiment verschiedene Mechanismen der Koagulation gezielt manipuliert und der entsprechende Einfluss auf die Kristallisationsmuster quantifiziert werden.
Die ersten Daten aus dieser Studie wurden im Herbst 2005 in Zuge eines Kongresses der „Österreichischen Gesellschaft für Onkologie“ präsentiert. Alle weiteren Daten wurden in Form von Publikationen in verschiedenen Journalen, wie zum Beispiel „Microscopy and Analysis“ (Juli 2006) oder „Computer Methods and Programs in Biomedicine“ veröffentlicht.
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