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Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbHSalzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH

SRFG: Einführung Gendersensitiver Strukturmaßnahmen

 

Projektdauer: 1. Juli 2004 bis 31.12. 2005

Ausgangslage:

Salzburg Research ist von der Entwicklung her ein junges Unternehmen in der österreichischen Forschungslandschaft, das in den letzten Jahren sehr stark gewachsen ist. Salzburg Research hat zum Zeitpunkt der Antragstellung 61 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon sind 44 als wissenschaftliches Personal (Voll- und Teilzeitzählung) tätig. Der Frauenanteil insgesamt liegt derzeit bei 20%, der an wissenschaftlichem Personal beträgt 13% (total: 38:6) . Es sind vier Frauen mit Führungspositionen betraut (total:12). Obwohl in der SR vereinzelt bereits gendersensitive Begleitsmaßnahmen im Alltag gesetzt werden (z.B. flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeitsplätze, Karenzregelungen für Frauen und Männer) zeigt die niedrige Quote an wissenschaftlichem weiblichen Personal, dass die stetig gestiegenen Chancen für Beschäftigung bestens qualifizierter Forscherinnen in SR EU-Forschungsprojekten und Kompetenzzentren noch lange nicht realisiert werden konnte.
Neben dem Wahrnehmen von strukturellen Defiziten hat sich allerdings in den technischen und sozialwissenschaftlichen Fachbereichen der SR zunehmend ein thematisches Bewusstsein entwickelt, das eine Erhöhung des Anteils an weiblichen Forschungspersonal, die Forschungsleistung der SR begünstigen würde. Zum Beispiel könnte durch den Einsatz von mehr Wissenschafterinnen gezielt an Fragestellungen zu Innovationen für frauenspezifische Technikanwendungen; gendersensitive Usability sowie Applikationsdesign gearbeitet werden und dadurch dem Auftrag an innovationsorientierte Produktentwicklung mit Wirtschaftsbetrieben, die hohen Anteil an weiblichen Software-Anwenderinnen hat, entgegenkommen.

 

Geplante Maßnahmen:

  1. Erhöhung des Frauenanteils an wissenschaftlichem Personal:
    Der Frauenanteil unter dem wissenschaftlichen Personal derzeit noch sehr gering. Mittelfristig möchte die SR durch beispielgebende, gendersensitive Personalrekrutierung und -einstellungen erreichen, dass der Anteil an Informatik sowie interdisziplinär orientierten
    Wissenschafterinnen stetig steigt. Mittelfristig wird eine realistische Steigerung um 50% mehr Wissenschafterinnen vor allem in der in den nächsten zwei Jahren neu einzurichtenden Forschungslinien (z.B GeoInformatik) sowie den industriellen Kompetenzzentren (ETCeTourismCenter; Salzburg New Media Lab) angepeilt. Insgesamt sollte durch Inkraftsetzen der Massnahmen im SR-FemTech Projekt auf unternehmerisch breiter Ebene, der Anteil an Wissenschafterinnen (Ebene Projektleiterinnen) zu wissenschaftlichem Personal gesamt von 13% auf ca. 25% innerhalb der nächsten zwei Jahre steigen. Damit ist eine Basis für weiteren, nachhaltigen Ausbau gegeben.
  2. Einführung von gendersensitiven betrieblichen Strukturmassnahmen als Bestandteil des geplanten unternehmensweiten Qualitätsmanagementprozesses. Ziel ist die Chancengleichheit für Frauen mittels Sensibilisierung beider Belegschaftsgruppen - Männer und Frauen- im Unternehmen nachhaltig zu erhöhen. Insbesondere soll dies durch die Verbesserung der Management und Führungskompetenz der Frauen innerhalb der Forschungsgesellschaft Salzburg Research sowie Massnahmen zur Einführung, Umsetzung und Evaluierung von gendersensitiven Sprachregelungen erreicht werden.
  3. Erhöhung des Sensibilisierungsgrades für die wichtige Einbeziehung von genderspezifischen Fragestellungen in die technisch- wissenschaftliche Arbeit. Die Wirkung solch einer wissenschafltichen
    Arbeits- und Denkweise , soll "prototypenhaft" in drei Projekten erprobt werden (z.B. in Projekten der e-Citizens Forschungslinie Geoinformatik und Wissensbasierte Informationssysteme-Anwendungsbereiche ITenhanced Learning; eCulture)

Ansprechperson:

Prok. Andreas Meilinger
T: +43 (0)662 2288 - 241
E: andreas.meilinger(at)salzburgresearch.at

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