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Gender Pay Gap

Gender Pay Gap (auch Gender Wage Gap, deutsch etwa: Geschlechter-Einkommenslücke, geschlechtsspezifischer Lohnunterschied, geschlechtsspezifisches Lohngefälle) misst die Differenz der durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhne von Frauen als prozentualen Anteil der durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhne von Männern und damit die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen in der gesamten Volkswirtschaft. 

Bei der statistischen Analyse des Verdienstunterschieds unterscheidet Eurostat zwischen einem bereinigten und einem unbereinigten Gender Pay Gap. Beim unbereinigten Gender Pay Gap fließen in die Berechnung des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes nicht nur Angaben von Vollzeitbeschäftigten ein, sondern es werden auch die Verdienste von ArbeitnehmerInnen in (Alters-)Teilzeit, von geringfügig Beschäftigten sowie Auszubildenden und PraktikantInnenen berücksichtigt, während der bereinigte Gender Pay Gap Aussagen zur Höhe des Unterschieds im Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern mit vergleichbaren Eigenschaften erlaubt. Beim bereinigten Gender Pay Gap wird demnach der Teil des Verdienstunterschieds herausgerechnet, der auf strukturellen Unterschieden (Ausstattungseffekte) wie Ausbildungsgrade, Berufe, Qualifikation u.ä. von Männern und Frauen, beruht.