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Frauen in Forschung & Technologie
FEMtech

19. FEMtech Netzwerktreffen vom 20.10.2008

FEMtech FTI Projekte - Förderung unterstützt bedarfsgerechte Forschung

Gertraud Oberzaucher, BMVIT, stellte zunächst das neue FEMtech kompetenzzentrum vor.

In ihrem Impulsreferat ,,Gender als Innovationspotential in Forschung und Entwicklung" verwies Martina Schraudner von der Fraunhofer Gesellschaft auf die Bedeutung von Gender im Innovationsprozess bzw. dass sich ein Blick auf Frauen als Kundinnen lohnt. Denn durch die Beachtung von Gender-Aspekten in der Forschung und im F&E Bereich von Unternehmen können neue Märkte erschlossen sowie die Akzeptanz von Technik erhöht werden. Um Gender-Aspekte früh einbeziehen zu können, müsse allerdings eine höhere Beteiligung von Frauen in der Forschung und im F&E-Prozess gewollt und erreicht werden.

FEMtech FTI-Projekte als neue Förderprogrammlinie von FEMtech-fFORTE soll die Akzeptanz und das Interesse für das Thema ,,Gender" in Forschungsprojekten bei den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern erhöhen. Gertraud Oberzaucher informierte über Ziele, Zielgruppen, Rahmenbedingungen und förderbare Vorhaben vom FEMtech FTI-Projekte.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion präsentierten Sandra Buchmüller von Design Research Lab der Deutsche Telekom Laboratories, Ghazaleh Gouya von der Medizinischen Universität Wien und Sibylla Zach von stadtland ihre Projekte.

Mit dem Projekt ,,Women´s Phone" wollen Sandra Buchmüller und ihre Kolleginnen die herkömmliche Vorstellung von Weiblichkeit zur Diskussion stellen und gemeinsam mit potentiellen Nutzerinnen neue und vielfältige Ideen für frauengerechte Produkte und Services mobiler Kommunikation jenseits der Formel ,,Shrink it and pink it" gestalten.

Frauen leiden 9-mal häufiger an Autoimmunerkrankungen als Männer und zeigen beim Herzinfarkt andere Symptome. Die unterschiedliche Prävalenz von Erkrankungen und die unterschiedliche Symptomatik bei Frauen und Männern sollten, so die Ärztin Ghazaleh Gouya, Anreize für die Medikamentenentwicklung sein, ein innovatives Medikament bedarfsgerecht zu prüfen.

Im Rahmen einer Modellstudie zur Frauenmobilität ist der Gmoa-Bus Pöttsching seit September 2000 erfolgreich in Betrieb. Das Modell Gmoa-Bus sei ein Weg die Problematik der Begleitmobilität zu entschärfen, erläuterte Sibylla Zach, da so Menschen, die wegen ihres Alters und ihrer Gesundheit in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder kein eigenes Auto haben, so ihre Alltagswege wieder selbstständig meistern können.

Die Ausstellung ,,Gender im Gespräch" und Networking am Buffet rundeten die gelungene Veranstaltung mit ab.

Montag, 20 Oktober, 2008
Tech Gate Vienna