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Frauen in Forschung & Technologie
Wissen

Forschung & Entwicklung

Wissenschaftliche Beschäftige in Forschung und Entwicklung

Anzahl der Wissenschafterinnen wächst schneller als jene der Wissenschafter, doch die Dynamik ist in der Krise etwas abgeflacht.

Die Statistik Austria führt seit 1998 eine Primärerhebung zu Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich durch. Seit 2002 erfolgt die F&E-Erhebung in einem zweijährigen Rhythmus. Zwischen der F&E Erhebung 2006 und 2007 wurden die Erhebungsjahre auf ungerade Kalenderjahre umgestellt. Die F&E-Erhebung ermöglicht ein kontinuierliches und international vergleichendes Monitoring der Beschäftigungsentwicklung in F&E.

Die F&E-Erhebung differenziert das F&E-Personal in drei Beschäftigungskategorien:

  • das wissenschaftliche Personal,
  • das höher qualifizierte nicht wissenschaftliche Personal und
  • das sonstige Hilfspersonal. 

Das wissenschaftliche Personal ist nur eine Teilmenge des gesamten F&E-Personals. Aus Geheimhaltungsgründen ist eine Differenzierung der drei Gruppen bei detaillierteren Auswertungen differenziert nach Geschlecht für den Unternehmenssektor nicht möglich. Die Beschreibung des Unternehmenssektors bezieht sich daher auf das gesamte F&E-Personal und nicht auf das eigentliche Kernpersonal der WissenschafterInnen.

Im Jahr 2015 sind im F&E-Bereich rund 43562,4 Personen als vollzeitäquivalente WissenschafterInnen beschäftigt - davon sind 10114,0 Wissenschafterinnen. Insgesamt entwickelt sich die Beschäftigung im Bereich F&E seit 1998 sehr dynamisch. Die Steigerungsrate bei Wissenschafterinnen zwischen 1998 und 2015 beträgt  285% und liegt deutlich höher als bei Männern mit 108%. Der Anteil der Wissenschafterinnen ist seit 1998 daher von 14% auf 23% gestiegen. Allerdings ist die dynamische Entwicklung bei der Anzahl der Wissenschafterinnen zwischen 2009 und 2015 etwas abgeflacht: betrug die Wachstumsrate zwischen 2007 und 2009 für Wissenschafterinnen noch 19% und für Wissenschafter 7%, so ist die Anzahl der Wissenschafterinnen zwischen 2013 und 2015 um 9% und jene der Wissenschafter um 7% gewachsen. Insgesamt führt dies zu einer Stagnation des Frauenanteils am wissenschaftlichen Personal.