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Frauen in Forschung & Technologie
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Universitäten

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Die Studiengänge an österreichischen Universitäten wurden für die folgenden Darstellungen nach der international gebräuchlichen ISCED-Klassifikation nach breiten und engen Bildungsfeldern gruppiert. Die Darstellungen zeigen die geschlechtsspezifischen Entwicklungen in den naturwissenschaftlichen, technischen und agrarwissenschaftlichen Bildungsfeldern zwischen 2001 und 2016 auf. Auffallend ist, dass sich die österreichischen Universitäten durch eine ausgeprägte Geschlechtersegregation nach Bildungsfeldern auszeichnen. So ist einerseits weiterhin zu beobachten, dass Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Studienrichtungen unterrepräsentiert sind, während sie in anderen Bildungsfeldern wie Erziehung sowie Geisteswissenschaften und Künste deutlich überrepräsentiert sind. Gleichzeitig kann aber auch festgestellt werden, dass es innerhalb der technischen und naturwissenschaftlichen Studienrichtungen Bereiche gibt, die überdurchschnittlich hohe Frauenanteile aufweisen - wie bspw. die Biowissenschaften, Chemie oder Biologie.

Das Bildungsfeld mit den meisten Studierenden an österreichischen Universitäten im Jahr 2016 sind die Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit rund 114.264 Studierenden und einem Frauenanteil von rund 56%. Der Frauenanteil bei Studierenden an österreichischen Universitäten beträgt rund 53%. Die Bildungsfelder mit den höchsten Frauenanteilen sind Pädagogik (69%) sowie Geisteswissenschaften und Künste (67%). Letztere weisen zudem auch die zweithöchste Anzahl an Studierenden auf. Im Gegensatz dazu liegen die Naturwissenschaften und die Ingenieurwissenschaften bei der Anzahl der Studierenden nur auf dem dritten bzw. vierten Platz und sind darüber hinaus durch einen sehr niedrigen Frauenanteil gekennzeichnet (38% bzw. 29%).

Annähernd gleich viele Männer sind in technischen Studienfächern wie in den Naturwissenschaften inskribiert. Bei den Frauen zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede: denn es studieren deutlich mehr Frauen naturwissenschaftliche als technische Studienfächer. Die Anzahl der weiblichen Studierenden in den Naturwissenschaften ist um rund 51% höher als in den technischen Studienfächern.

Betrachtet man einen längeren Entwicklungszeitraum, so zeigt sich, dass der Frauenanteil in den ingenieurwissenschaftlichen Studien zwischen 2001 und 2013 nahezu kontinuierlich angestiegen ist. Seitdem ist aber eine Stagnation bei rund 29% feststellbar. Auch in den naturwissenschaftlichen Studien ist ein Wachstum des Frauenanteils zwischen 2001 und 2011 festzustellen. Seit 2012 verläuft die Entwicklung diskontinuierlich, wobei in den letzten Jahren wieder ein leichter Aufwärtstrend feststellbar ist. Abschließend muss aber auch festgehalten werden, dass die Entwicklungen in den einzelnen Studienfächern wiederum sehr unterschiedlich ausfallen können.

TOP TEN Universitätsstudien im Jahr 2008 und 2016
Studierende an Universitäten nach ISCED Bildungsfeldern