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Frauen in Forschung & Technologie
Wissen

Studienanfängerinnen - Universitäten

Studienanfänger*innen nach naturwissenschaftlichen, technischen und agrarwissenschaftlichen Studienfächern an Universitäten in den Wintersemestern 2001/02 bis 2019/20

 

Naturwissenschaften

Bis zum Studienjahr 2015/16 ist die Anzahl der Studienanfängerinnen in naturwissenschaftlichen Fächern nahezu kontinuierlich angestiegen. Seitdem ist sie leicht rückläufig. Dies betrifft sowohl die Anzahl der Studienanfängerinnen als auch der Studienanfänger. Allerdings ist im Studienjahr 2019/20 wieder ein leichter Anstieg auf das Niveau von 2015/16 zu beobachten, wobei die Anzahl der männlichen Studienanfänger etwas stärker angestiegen ist. Der Frauenanteil bei Studienanfänger*innen im naturwissenschaftlichen Fächern betrug 2019/20 rund 43,1% - allerdings beträgt dieser beim Doktoratsstudium nur 34,2%, beim Bachelorstudium allerdings 44,3%. Insgesamt ist der Frauenanteil im Vergleich zum vorhergehenden Semester leicht rückläufig.

Deutliche Unterschiede bei der Partizipation von Frauen sind zwischen den unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Studienfeldern festzustellen: in den Biowissenschaften beträgt er 68,5%, in den exakten Naturwissenschaften 41,0%, in Mathematik und Statistik 37,9% und in der Informatik 23,8%.

 

Ingenieurwissenschaften

Auch in den Ingenieurwissenschaften kann ein Rückgang der Anzahl der Studienanfänger*innen seit dem Studienjahr 2015/16 beobachtet werden. Dies betrifft sowohl Frauen als auch Männer. Allerdings stagniert der Abwärtstrend im Studienjahr 2019/20 zumindest bei den Frauen, die ein ingenieurwissenschaftliches Studium aufgenommen haben. Bei den Männern hingegen geht die Anzahl der Studienanfänger auch 2019/20 weiter zurück. Der Frauenanteil bei Studienanfänger*innen im Studienjahr 2019/20 beläuft sich auf 35,7% - dies ist der höchste Wert seit 2001/02. Auch im Dokotoratsstudium hat sich der Frauenanteil deutlich gegenüber 2018/19 erhöht: von 28,5% auf 33,5%.

Auch in den Ingenieurwissenschaften können geschlechtsspezifische Segregationsmuster nach Studienfeldern beobachtet werden: So weisen die Studienfächer im Bereich Architektur und Baugewerbe den höchsten Frauenanteil mit rund 48,0% auf. Gefolgt von dem Bereich Verarbeitendes Gewerbe und Bergbau mit rund 34,7% Studienanfängerinnen und dem Bereich Ingenieurwesen und technische Berufe mit rund 26,9%.

 

Agrarwissenschaften

In den Agrar- und Veterinärwissenschaft beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium: Der Frauenanteil bei den Studienanfänger*innen beträgt daher 60,4%. Die Anzahl der Studienanfänger*innen unterliegt zwischen 2001 und 2019 leichten Schwankungen.

Vor allem die Veterinärwissenschaften weisen mit 82,7% einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil bei den Studienanfänger*innen auf. Während Studienfächer im Bereich der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei im Durchschnitt zu annähernd gleichen Teilen von Frauen und Männern gewählt werden.

StudienanfängerInnen an österreichischen Universitäten
StudienanfängerInnen naturwissenschaftlicher Studien
StudienanfängerInnen technischer Studien
StudienanfängerInnen landwirtschaftlicher Studien