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Frauen in Forschung & Technologie
Wissen

Studienanfängerinnen - Universitäten

StudienanfängerInnen nach naturwissenschaftlichen, technischen und agrarwissenschaftlichen Studienfächern an Universitäten in den Wintersemestern 2001/02 bis 2014/15 

Naturwissenschaften

Seit dem Studienjahr 2011/12 verläuft die Entwicklung bei der Anzahl der Studienanfängerinnen in naturwissenschaftlichen Fächern diskontinuierlich: In den letzten beiden Studienjahren ist die Anzahl der Studienanfängerinnen deutlich zurückgegangen und liegt unter dem Wert von 2010. Bei Studienanfängern war der Rückgang sogar noch dramatischer. Dadurch ist insgesamt der Frauenanteil, trotz einer rückläufigen Anzahl an Studienanfängerinnen zwischen 2014 und 2016 von 43% auf 45% angestiegen.

Der Frauenanteil in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Bildungsfeldern variiert aber deutlich: In den Biowissenschaften beläuft er sich auf rund 68%; während im Bildungsfach Informatik auf fünf StudienanfängerInnen eine Frau kommt (21%). Die exakten Naturwissenschaften (Physik, Chemie, ...) sowie Mathematik und Statistik sind durch einen Frauenanteil von 40% bzw. 37% gekennzeichnet. Betrachtet man die Entwicklung der Frauenanteile in den vier naturwissenschaftlichen Bildungsfeldern zwischen 2001 und 2016 so zeigt sich, dass keine kontinuierliche Erhöhung stattgefunden hat, sondern der Frauenanteil bei den StudienanfängerInnen innerhalb einer bestimmten Bandbreite variiert bzw. stagniert. Zudem spiegelt sich der Rückgang der StudienanfängerInnen in den Naturwissenschaften in allen naturwissenschaftlichen Bildungsfeldern wider. 

Ingenieurwissenschaften

Die Anzahl der Studienanfängerinnen in den Ingenieurwissenschaften ist seit dem Studienjahr 2011/12 rückläufig, während die Anzahl der männlichen Studienanfänger bis zum Studienjahr 2013/14 angestiegen ist, aber seit dem deutlich abgenommen hat. Der Frauenanteil bei StudienanfängerInnen stagniert in den letzten Studienjahren bei rund 32%, nachdem dieser 2013/14 mit rund 34% den höchsten Stand seit 2001 erreicht hatte.

Auch in den Ingenieurwissenschaften können geschlechtsspezifische Segregationsmuster nach Studienfeldern beobachtet werden: So weisen die Studienfächer im Bereich Architektur und Baugewerbe den höchsten Frauenanteil mit rund 46% auf. Gefolgt von dem Bereich Verarbeitendes Gewerbe und Bergbau mit rund 31% Studienanfängerinnen und dem Bereich Ingenieurwesen und technische Berufe mit rund 22%.

Agrarwissenschaften

In den Agrar- und Veterinärwissenschaft beginnen mehr Frauen als Männer ein Studium: der Frauenanteil bei den StudienanfängerInnen beträgt daher 57%. Die Anzahl der Studienanfängerinnen ist zwischen 2010/11 und 2014/15 nach einer Phase der Stagnation wieder kontinuierlich gewachsen. Allerdings kann für 2015/16 wieder ein Einbruch der Anzahl der StudienanfängerInnen konstatiert werden. Im Studienjahr 2016/17 ist die Anzahl der StudienanfängerInnen allerdings wieder leicht angestiegen – bei Frauen deutlich stärker als bei Männern.

Vor allem die Veterinärwissenschaften weisen mit 84% einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil bei den StudienanfängerInnen auf. Studienfächer im Bereich der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei werden im Durchschnitt zu annähernd gleichen Teilen von Frauen und Männern gewählt.

StudienanfängerInnen an österreichischen Universitäten
StudienanfängerInnen naturwissenschaftlicher Studien
StudienanfängerInnen technischer Studien
StudienanfängerInnen landwirtschaftlicher Studien