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ÖAW-Preis für FEMtech-Expertin Dr.in Ortrun Mittelsten Scheid

15.12.2016

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergab ihre höchsten Preise in diesem Jahr an den Theologen Ulrich H. J. Körtner, die Pflanzengenetikerin Ortrun Mittelsten Scheid und den Neurophysiologen Jürgen Sandkühler sowie an den Chemiker Nuno Maulide.

Die drei Wissenschaftspreise sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert und werden einmal jährlich von der ÖAW an Forscher/innen verliehen, die herausragende Leistungen in ihren Fächern erbracht haben. Zudem gingen der mit 4.000 Euro dotierte Hans und Walter Thirring-Preis für Nachwuchswissenschaftler/innen an den Physiker Josef Pradler sowie der alle zwei Jahre vergebene und mit 1.900 Euro dotierte Edmund und Rosa Hlawka-Preis für Mathematik an den Mathematiker Friedrich Pillichshammer. Die feierliche Überreichung an alle Preisträger/innen fand am 13. Dezember 2016 an der ÖAW in Wien statt.

Die Biologin Ortrun Mittelsten Scheid ist seit 2004 Senior Group Leader am GMI – Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der ÖAW. Sie erforscht die Entwicklung von Pflanzen und wie diese auf ihre Umwelt reagieren mit den Methoden der Genetik. Sehr früh erkannte sie die Bedeutung der epigenetischen Regulierung. So konnte sie bereits 1991 erstmalig zeigen, dass Gene dadurch reversibel ein- und ausgeschaltet werden können. Sie belegte zudem das Zusammenspiel von Genetik und Epigenetik bei pflanzlichen Reaktionen auf Hitzestress und untersucht die Vervielfachung des Chromosomensatzes, die in Pflanzen häufig vorkommt. Dabei kann es zu sehr stabilen, epigenetischen Veränderungen kommen, die zu einer Nicht-Mendelschen Vererbung führen und so eine Rolle in der Evolution spielen.

FEMtech-Profil von Frau Doktorin Ortrun Mittelsten Scheid