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Frauen in Forschung & Technologie
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AKTUELLE ANALYSE ZUR FEMTECH EXPERTINNENDATENBANK (APRIL 2021)

09.04.2021

Aktuell sind 2345 Expertinnen in der FEMtech-Expertinnendatenbank eingetragen, die im Jahr 2004 vom damaligen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (heute BMK) eingerichtet wurde. Das sind die zentralen Kennwerte der halbjährlichen Gesamtauswertung:

  • 94 Prozent der eingetragenen Fachfrauen verfügen über einen Hochschulabschluss.
  • 1.390 eingetragene Expertinnen sind in Leitungsfunktionen tätig.
  • Der Großteil der Expertinnen arbeitet in der Wirtschaft/Industrie und Außeruniversitärer Forschung (1.186), danach folgen Universitäten/Fachhochschulen (1.126).
  • Die eingetragenen Expertinnen haben sehr hohes Interesse als Kooperationspartnerinnen bei Forschungs- und Beratungsprojekten (1.806) mitzuwirken. Außerdem interessieren sich viele Expertinnen für die Mitarbeit an Forschungsprojekten in Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten (1.717) sowie für Vorträge/Gestaltung von Weiterbildungen (1.504).
  • Die Expertinnen kommen aus 22 europäischen Staaten, der Großteil kommt aus Österreich (81 Prozent), gefolgt von Fachfrauen aus Deutschland (10 Prozent).

Hier finden Sie das gesamte PDF zum download.

 

Expertise

Ein Blick auf die Expertisen der Fachfrauen zeigt, dass es die meisten Einträge bei technischen Wissenschaften (1.316) gibt, gefolgt von Naturwissenschaften (1.300) und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (633).

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Abbildung 1: Expertinnen nach Wissenschaftszweigen (Mehrfachnennungen möglich, Stand April 2021)
Quelle: FEMtech-Expertinnendatenbank; Darstellung: Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

Positionen 

Mehr als die Hälfte (1.390) der eingetragenen Fachfrauen sind in leitender Funktion tätig, darunter 327 (14%) Geschäftsführerinnen oder Präsidentinnen, 376 (16%) Bereichs-, Instituts- oder Abteilungsleiterinnen und 687 (29%) Projektleiterinnen bzw. Leiterinnen von Forschungsgruppen. 669 (29%) Eingetragene sind Projektmitarbeiterinnen/Forscherinnen und 345 (15%) Expertinnen haben „Sonstige“ gewählt.

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Abbildung 2: Verteilung der Expertinnen nach aktueller Position (Stand April 2021)
Quelle: FEMtech-Expertinnendatenbank; Darstellung: Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

In der Kategorie „Sonstige“ kann anhand einer freien Beschreibung die aktuelle Position definiert werden. Hier ordnen sich überwiegend karenzierte und arbeitsuchende Expertinnen ein, aber auch Frauen, die (naturwissenschaftlich-technische) Fachpositionen einnehmen, die nicht den angegebenen Kategorisierungen entsprechen.

 

Tätigkeitsbereiche

Der Großteil der Expertinnen arbeitet in der Wirtschaft/ Industrie und Außeruniversitärer Forschung (1.186), danach folgen Universitäten/Fachhochschulen (1.126). 378 Expertinnen sind (auch) freiberuflich tätig. Zudem gibt es die Möglichkeit, sich als Karenzierte, Wiedereinsteigerin oder Berufseinsteigerin in die Datenbank einzutragen. Mehrfachnennungen werden zugelassen, um die aktuelle berufliche Situation möglichst treffend darstellen zu können.

Zusätzlich ist es möglich, die Kategorie „Sonstiges“ auszuwählen und anhand einer freien Beschreibung den aktuellen Tätigkeitsbereich zu definieren. Hier ordnen sich überwiegend Expertinnen ein, die in der Verwaltung oder bei NPO’s tätig sind oder gerade einen Job suchen. Aktuell sind in dieser Kategorie 338 Expertinnen registriert.

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Abbildung 3: Anzahl der eingetragenen Expertinnen nach Tätigkeitsbereichen (Mehrfachnennungen möglich, Stand April 2021)
Quelle: FEMtech-Expertinnendatenbank; Darstellung: Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

 

Interessensgebiete

Um die gezielte Suche nach Expertinnen mit spezifischer Expertise zu ermöglichen, werden die Fachfrauen bei ihrem Eintrag in die Datenbank auch gefragt, in welcher Weise sie sich einbringen wollen und an welcher Anfrage sie interessiert wären (auch hier sind Mehrfachnennungen möglich).

Die Auswertung zeigt, dass der Großteil der Expertinnen an Kooperationen mit Forschungs- und Beratungsprojekten (1.806) interessiert ist. Darüber hinaus interessieren sich viele der Expertinnen für eine Mitarbeit an Forschungsprojekten in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Universitäten (1.717). Ein überwiegender Anteil der Expertinnen zeigt Interesse an der Abhaltung von Vorträgen und Gestaltung von Weiterbildungen (1.504).

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Abbildung 4: Expertinnen nach ausgewählten Interessensgebieten (Mehrfachnennungen möglich, Stand April 2021)
Quelle: FEMtech-Expertinnendatenbank; Darstellung: Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

Etwa die Hälfte der eingetragenen Expertinnen interessiert sich für Jurytätigkeit, Evaluierung oder Erstellung von Gutachten (1.281) und stellt sich gerne als Ansprechperson oder Interviewpartnerin (1.286) für Medien zu Verfügung. Ebenfalls die Hälfte der Expertinnen wäre bereit die Leitung von Forschungsprojekten in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Universitäten (1.221) zu übernehmen.

 

Ausblick

Die nächste Auswertung der FEMtech-Expertinnendatenbank wird im Herbst 2021 durchgeführt.