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Frauen in Forschung & Technologie
Expertinnen

FEMtech Expertin des Monats

Was ist die FEMtech Expertin des Monats?

Mit der Auszeichnung „FEMtech Expertin des Monats“ macht das bmvit Frauen in Forschung und Technologie sichtbar.

Wie wird die FEMtech Expertin des Monats ausgezeichnet?

Es werden monatlich drei Expertinnen nominiert und eine unabhängige Jury aus Forschung, Wirtschaft, Personalmanagement und Medien wählt die Expertin.

Die Kriterien für die Auszeichnung:

  • Signalwirkung nach außen (im Hinblick auf Fachöffentlichkeit, allgemeine Öffentlichkeit, VorreiterInnenrolle in einer männlich dominierten Disziplin,...)
  • Fachexpertise (Publikationen, Preise, Auszeichnungen, Medienberichte, Beiträge bei Tagungen...)
  • Mut für Grenzüberschreitungen (interdisziplinäre Tätigkeit, Forschungsansatz, VorreiterInnenrolle,...)
  • Beitrag zur Förderung von Frauen in der Forschung (Vorbildwirkung, Mentorin, besondere Unterstützung von Studentinnen und Schülerinnen, Netzwerkaufbau,...)

Voraussetzung für die Nominierung zur Expertin des Monats ist der Eintrag in die FEMtech Expertinnendatenbank.

Wie wird die FEMtech Expertin des Monats sichtbar?

  • Pressemeldung durch das bmvit
  • Produktion eines Videointerviews über die Expertin, ihren Arbeitsbereich und Karriereverlauf im Arbeitsumfeld. Veröffentlichung auf der FEMtech-Website sowie auf youtube.com

Nominieren Sie eine FEMtech Expertin des Monats!

Jury

Portrait Karin Bauer

Karin Bauer ist seit 1988 bei der Tageszeitung "Der Standard" und seit 12 Jahren in der Wirtschaftsredaktion als Journalistin tätig. Derzeit ist sie Leiterin der Karriereredaktion im Standard. Sie ist Buchautorin und Moderatorin.

Karin Bauer zum Thema Gender Mainstreaming und Förderung von Frauen in der Forschung:

Als Printmedium eröffnen sich uns besondere Chancen, wirksam zu werden. Wir schaffen bewusst Rahmen und Möglichkeiten zum Sichtbarmachen von Frauen in der Forschung und das nicht nur auf den Wissenschaftsseiten. Vor allem im KarriereStandard haben wir neue Formate entwickelt (Karriere der Woche, Karriereforum), um Forscherinnen als Role Models vorzustellen. Uns ist wichtig, Gestaltungsspielräume gender-gerecht zu nutzen. Das beginnt bei der Themenwahl und reicht bis zur Auswahl des Bildmaterials, weil gerade auch die mediale Bildsprache stark zur Positionierung beiträgt.

Als Medienfrau ist es für mich selbstverständlich, Forscherinnen beim Schritt vor den Vorhang zu unterstützen. Die Leistungen der Forscherinnen in Österreich brauchen Publikum - wer da beim Bühnenbauen mithelfen kann, der muss das tun!

Portrait Günther Bonn

Günther Bonn studierte in Innsbruck Chemie. Nach Forschungsaufenthalten in den USA wurde er 1991 als Professor für Analytische Chemie an die Universität Linz berufen. Seit 1995 ist er Professor für Analytische Chemie am Institut für Analytische Chemie und Radiochemie an der Universität Innsbruck. Er war Mitglied des Fachhochschulrates, Mitglied und Referent des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, stellvertretender Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und ist seit 2008 stv. Vorsitzender des Universitätsrates der Medizinischen Universität Innsbruck. Seit 2006 leitet er das Sino - Austrian Biomarker Center an der Peking Universität, China. 2011 gründete er das Austrian Drug Screening Institut, als Forschungsgesellschaft der Leopold Franzens Universität Innsbruck.

Günter Bonn zum Thema Gender Mainstreaming und Förderung von Frauen in der Forschung:

Frauen sind in Forschung und Technologie in Österreich wie in den meisten EU-Staaten unterrepräsentiert, vor allem in naturwissenschaftlich-technischen Fächern, in der industriellen Forschung und Entwicklung sowie in Führungspositionen. Wenn Österreich die angestrebte internationale Spitzenposition in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation (FTI) erreichen will, kann es sich aber nicht länger leisten, auf die Kreativität und das Know-how von Frauen zu verzichten. Ein wichtiges Ziel der FTI-Politik ist es daher, die Chancengleichheit für Frauen und Männer zu verwirklichen und zu erreichen, dass Frauen aliquot in allen Sektoren und Ebenen von FTI vertreten sind. Die dazu notwendigen Instrumente sind die stärkere Förderung von Frauen sowie konsequentes Gender Mainstreaming.
Der Rat hat seit dem Jahr 2002 insgesamt 16,42 Mio.EUR an zusätzlichen Mitteln für die Förderung von Frauen in Forschung und Technologie empfohlen. Außerdem hat er die interministerielle Initiative fFORTE - Frauen in Forschung und Technologie ins Leben gerufen. Sie hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden.

Ich unterstütze die Aktion "FEMtech Forscherin des Monats," weil damit auch den Intentionen des Rats für Forschung und Technologieentwicklung Rechnung getragen wird.

Portrait Silvia Buchinger

Silvia Buchinger studierte Informatik an der TU Wien. Von 1989 bis 2000 war sie bei Alcatel Austria in den Bereichen IT und Human Resources tätig. Von 2001 bis 2009 war sie bei Hewlett Packard zuerst verantwortliche Personaldirektorin und Mitglied der Geschäftsleitung in Österreich. Ab 2007 leitete sie die internationale  Personalarbeit für Zentral- und Osteuropa und in der Folge für Nord- und Westeuropa.

Von April 2010 bis April 2015 war Silvia Buchinger als Group Chief HR Officer in die Telekom Austria Group beschäftigt.

Seit Juni 2015 ist sie HR-Chefin bei der KUKA KG in Augsburg.

Silvia Buchinger zum Thema Gender Mainstreaming und Förderung von Frauen in der Forschung:

Gender Mainstreaming ernst zu nehmen heißt, die vielfältigen Potenziale in einem Unternehmen zu nutzen und dadurch auf Änderungen am Markt (wer trifft Einkaufsentscheidungen, wie sollen Produkte und Services aussehen,...) einzugehen. In der Konsequenz bedeutet das auch, dass es nicht eine Frage von Frauenförderung ist, sondern darum geht, wie Frauen als Entscheidungsträger in Unternehmen positioniert sind. Im Sinne von Kreativität und Innovation ist es folglich wichtig, diese Vielfalt zu haben und so den Unternehmenserfolg zu steigern.

Ich unterstütze die Aktion "FEMtech Forscherin des Monats", weil es mir im Sinne von Vielfalt wichtig ist, im Unternehmen einen guten Mix von unterschiedlichen Erfahrungen und Zugängen zu haben und so größtmögliche Innovation und Kreativität zu erreichen und damit das Geschäftsergebnis zu verbessern.

Portrait Wolfgang Knoll

Er studierte Physik an der Universität Karlsruhe (TH) und promovierte 1976 an der Universität von Konstanz. Nach verschiedenen Aufenthalten an internationalen Universitäten habilitierte er sich 1986 an der TU München. Seit 1993 ist Wolfgang Knoll Direktor am Max Planck Institut für Polymerforschung, 1998 ernannte in die University of Florida in Gainesville zum Professor of Chemistry (by Courtesy), 1999 machte ihn die Hanyang University im koreanischen Seoul zum Adjunct Professor. Seit 1999 ist er zusätzlich Temasek Professor an der National University von Singapur, wo er eine Forschungsgruppe zu Functional Materials und Bio-Grenzflächen leitet.

Wolfgang Knoll erhielt zahlreiche Auszeichnungen unter anderem den Eugen und Ilse Seibold-Preis zur Förderung der Wissenschaft und zur Verständigung zwischen Deutschland und Japan(2003).

Portrait Sabine Seidler

Sabine Seidler studierte Polymerwerkstofftechnik an der Technischen Hochschule Merseburg, wo sie nach ihrer Sponsion 1984 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Werkstofftechnik tätig war. Nach ihrer Habilitation  im Jahr 1997 wurde sie Leiterin des Instituts für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie an der TU Wien. Seit Oktober 2011 ist sie Rektorin der TU Wien.

Sabine Seidler zum Thema Gender Mainstreaming und Förderung von Frauen in der Forschung:

Das erklärte Ziel der TU Wien ist es, den Frauenanteil in ihren technisch-naturwissenschaftlichen Studien zu erhöhen. Dies verbreitert die Basis, um in der Folge auch mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren. Dies geschieht aus zweierlei Gründen: Einerseits bringen Frauen spezifische Qualitäten ein, andererseits stellen sie im Bereich Technik/Naturwissenschaft ein noch weitgehend ungenutztes Potenzial dar. Zur Erreichung dieses Ziels laufen verschiedenste Aktivitäten: Verbesserung der Bewerbung (z.B. "Frauen in die Technik"), Unterstützung durch Mentoring ("MentorING"), Förderung der Karriere (Lehrgang), Verankerung in der Fachkultur ("Gender in die Lehre") und Erleichterung des Wiedereinstiegs nach der Karenz. Mit dem "Wissenschafterinnenkolleg Internettechnologie" (WIT) hat die TU auch Erfahrungen mit einem Best practice-Beispiel.

Portrait Markus Tomaschitz

Vice President Human Resources beim High Tech Unternehmen AVL List GmbH.

Portrait Gundi Wentner

Dr.in Gundi Wentner studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz und absolvierte ein Postgraduate-Studium an der Johns Hopkins University. Nach fünf Jahren Banktätigkeit - Chase Manhattan Bank Wien und London - gründete sie gemeinsam mit Christian Havranek das Unternehmen Wentner-Havranek, Institut für Unternehmensberatung GmbH. Seit Juli 2002 ist Wentner-Havranek in die Deloitte-Gruppe integriert, Gundi Wentner ist Partnerin und geschäftsführende Gesellschafterin von Deloitte. Arbeitsschwerpunkte sind die Suche und Auswahl von Führungskräften und SpezialistInnen sowie Betriebsberatung zu Aufgabenstel-lungen der Personalwirtschaft mit Schwerpunkt Talent Management.

Gundi Wentner zum Thema Gender Mainstreaming und Förderung von Frauen in der Forschung:

Die Förderung von Frauen in der privaten und öffentlichen Wirtschaft sowie der öffentlichen Verwaltung ist Beratungsinhalt von Deloitte / Wentner-Havranek. Bei der Suche und Auswahl von Führungskräften, bei Fragestellungen zum Thema Talent Management, Führungskräfteentwicklung und im engeren Sinn Potenzialdiagnose geht es in der Beratungstätigkeit von Wentner-Havranek/ Deloitte immer wieder um die Themen Diskriminierung von Frauen, Equality Management bzw. um die Erhöhung des Anteils an weiblichen Führungskräften in Unternehmen.

Ich unterstütze die Aktion "FEMtech Forscherin des Monats", weil sie hervorragende wissenschaftliche Leistungen von Frauen und die dahinter stehenden Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit sichtbar und jungen Frauen Mut macht, eine Forschungslaufbahn einzuschlagen. Österreich wird im internationalen Wettbewerb der Wissensgesellschaft nur dann bestehen können, wenn wir das Potenzial der zu 50 % weiblichen, gut ausgebildeten und talentierten jungen Menschen im gleichen Ausmaß fördern wie das der Männer.