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Frauen in Forschung & Technologie
Wissen

Gendermainstreaming und Chancengleichheit

Bachtrögler-Unger, Julia; Bock-Schappelwein, Julia; Eckerstorfer, Paul; Huber, Peter; Mayrhuber, Christine; Sommer, Mark; Streicher, G. (2020) Die ökonomischen Auswirkungen einer Erhöhung der Gleichstellung von Frauen und Männern. WIFO-Monatsberichte 12/2020. Vol. 93. No. 12. p. 899-908.

Im Budgetentwurf des Bundes für 2021 wird die Steigerung der Gleichstellung von Frauen und Männern nicht explizit als budgetpolitischer Schwerpunkt genannt, wenngleich die Gleichstellungsdefizite in Österreich nach wie vor hoch sind und ihre Verringerung zum wirtschaftlichen Erfolg eines Landes beitragen kann. Die Identifikation der Wirkung von gleichstellungspolitischen Maßnahmen auf Wertschöpfung und Beschäftigung erfordert eine Kombination von mikroökonomischen Methoden und makroökonomischen Gleichgewichtsmodellrechnungen. Die dafür notwendigen Datengrundlagen, die die Grundvoraussetzung sind, um empirische Evidenz zur Wirksamkeit von gesetzten Maßnahmen zu erhalten, fehlen allerdings oftmals.

Deckblatt Studie Digitale Ungleichheit

Reidl, Sybille/Streicher, Jürgen/Hock, Marlene/Hausner, Beatrix/Waibel, Gina/Gürtl Franziska; Digitale Ungleichheit: Wie sie entsteht, was sie bewirkt ... und was dagegen hilft; Joanneum Research & ÖGUT; 2020.

Aus den gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung entstehen Herausforderungen für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, denn nicht alle können (oder wollen) die Potenziale und Chancen nutzen, die sich durch Digitalisierung eröffnen. Wer das Internet nicht nutzen kann oder möchte, kann von zahlreichen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten nicht profitieren, was mitunter Wissensdefizite, Kostennachteile oder auch schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt mit sich bringen kann. Dabei sind digitale Technologien keine neutralen Produkte. Vielmehr spiegeln sie die Ideen, Werte und Vorstellungen derer wider, die sie entwickelt haben. Dabei besteht die Gefahr, dass (unbewusst) Produkte und Technologien an den Bedürfnissen und Erfahrungen großer Teile der Bevölkerung vorbei entwickelt werden. Digitalisierung erfolgreich zu gestalten bedeutet, diese gemeinsam mit potenziellen Anwender*innen zu entwickeln und auf deren Vielfältigkeit einzugehen. Diese Studie zeigt auf, wie Ungleichheiten durch Gestaltung von Technologien entstehen und wie Entwicklungsprozesse chancengleicher gestaltet werden können. Technologieentwickler*innen, an die sich diese Studie primär richtet, erhalten einen praxisbezogenen Einblick in erprobte Vorgangsweisen und Handlungswege entlang der typischen Kernprozesse von Technologie-Entwicklung.

Segert, Astrid; Geschlechtsspezifische Alltagsmobilität und soziale Milieus; IHS Institut für Höhere Studien, Wien; 2013

Die nachfolgende Analyse basiert auf den Ergebnissen des Forschungsprojektes Mobility2know for ways2go (m2k), das im Rahmen des Förderprogramms ways to go gefördert wurde. Es wurde durch Partner des soziologischen Institutes (ISRA) und des Fachbereiches Stadt- und Regionalforschung (srf) der Technischen Universität Wien, der Abteilung Soziologie des Institutes für Höhere Studien (IHS) und von der Integral Markt- und Meinungsforschung GmbH durchgeführt (vgl. Dangschat et al. 2012). Im Rahmen des Projektes wurde von November 2010 bis Februar 2011 eine Telefonbefragung von 1.030 zufällig gewählten ProbandInnen in zwölf politischen Bezirken nach einer sechsgliedrigen Raumtypologie zu ihrer individuellen Alltagsmobilität durchgeführt. In der Befragung wurde erstmalig in Österreich neben sozioökonomischen und demografischen Differenzierungen auch die Milieuzugehörigkeit der Befragten erfasst. Dadurch wurden Aussagen über sozio-kulturelle Differenzierungen möglich.

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Leitner, Andrea (2001): Frauenberufe - Männerberufe. Zur Persistenz geschlechtshierarchischer Arbeitsmarktsegregation. 47 Reihe Soziologie, Wien

Trotz zunehmender Bildungs- und Erwerbsbeteiligung von Frauen bleibt die Teilung des österreichischen Arbeitsmarktes in ,,Frauenbereiche" und ,,Männerbereiche" nahezu unverändert bestehen. Diese geschlechtsspezifische Segregation des Arbeitsmarktes ist mit Ursache der Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben. Denn die Konzentration von Frauen auf wenige Beschäftigungssegmente und ihr weitgehender Ausschluss aus Männerbereichen ermöglicht eine ungleiche Bewertung von Frauentätigkeiten und Männertätigkeiten. Der Beitrag zeigt die geschlechtshierarchischen Muster der Arbeitsmarktsegregation anhand von empirischen Daten für Österreich. Trotz der massiven Umstrukturierungen am Arbeitsmarkt bleibt die Separierung zwischen Frauen- und Männerbereichen bestehen und verursacht vor allem in den typischen Frauenberufen, in denen rund die Hälfte der Frauen beschäftigt ist, schlechtere Einkommens- und Aufstiegschancen als in den männlichen Bereichen. Selbst die höheren Ausbildungsabschlüsse jüngerer Frauen haben an dieser Diskriminierung der Frauenbereiche wenig verändert.

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Leitner, Andrea (2005): Gender als mainstream. Doing Gender in Theorie und politischer Praxis. 70 Reihe Soziologie, Wien

Gender Mainstreaming wird als neues Konzept der Gleichstellungspolitik zwar vielfach zitiert, bleibt aber in seiner praktischen Umsetzung weit hinter den theoretischen Erwartungen zurück. Nicht zuletzt deshalb, weil dieser Ansatz meist losgelöst vom feministischen Diskurs angewendet wird. Der vorliegende Beitrag geht den theoretischen Grundlagen von Gender Mainstreaming nach, indem der Ansatz des Doing Gender und der sozialen Konstruktion von Geschlecht beleuchtet und hinsichtlich seiner politischen Umsetzbarkeit diskutiert wird.

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Gender Mainstreaming Plattform der Beschäftigungspakte Österreichs (TEPGEM_Plattform) (2005): Indikatoren für die Erfassung von gleichen Chancen am Arbeitsmarkt in den Territorialen Beschäftigungspakten Österreichs. Ergänzung zur TEPGEM_Strategie. Wien

Die Gender Mainstreaming Plattform der Territorialen Beschäftigungspakte Österreichs, kurz TEPGEM_Plattform, ist ein Netzwerk von TEP-KoordinatorInnen, Gender Mainstreaming Beauftragten und weiteren AkteurInnen aller Territorialen Beschäftigungspakte in Österreich (TEPs). Die TEPGEM_Plattform schloss sich mit dem Ziel zusammen, gemeinsam Grundlagen und Instrumente zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in den Beschäftigungspakten zu entwickeln. Im Juni 2002 wurde die TEPGEM_Plattform gegründet und ein gemeinsames Projekt beschlossen. Inhalt des Projektes ist die Entwicklung eines Strategiepapiers mit Grundlagen und Instrumenten zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in den TEPs. Das Indikatorenpapier stellt eine Ergänzung der TEPGEM_Strategie dar und hat ebenso wie diese einen Empfehlungscharakter, es werden darin Indikatoren für die Erfassung von gleichen Chancen am Arbeitsmarkt aufgeschlüsselt.

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Buchinger, Birgit; Gschwandtner Ulrike (2006): Der Gender Markt. Eine qualitative Studie zu AnbieterInnen, Strukturen und Standards. Hrsg. von der EQUAL Entwicklungspartnerschaft Qualitätsentwicklung Gender Mainstreaming. Schriftenreihe Band 1, Wien

Mit diesem Bericht über den Gender Markt in Österreich liegt erstmals eine Bestandsaufnahme eines bis jetzt eher durch Unübersichtlichkeit geprägten Marktes verschiedener genderspezifischer Dienstleistungen vor. Die LeserInnen können sich unter anderem ein umfassendes Bild davon machen, mit welchen Inhalten, Zielen, didaktischen und methodischen Zugängen sowie mit welchen Qualitätsvorstellungen die österreichischen AnbieterInnen arbeiten. Die im Rahmen des Forschungsprojekts durchgeführten Recherchen im Internet sowie die geführten Interviews mit Gender ExpertInnen verschiedener Einrichtungen in Österreich verdeutlichen einmal mehr, wie vielfältig die Gender Dimensionen den beruflichen Alltag vieler Menschen prägen und wie umfassend versucht wird, den Zielen von Gender Mainstreaming langfristig zur Realisierung zu verhelfen.

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Sieglinde Stockinger, Bundeskanzleramt (2013): Gender Index 2013: Frauen und Männer in Österreich, Wien

Der vorliegende Gender Index 2013 gibt einen Überblick über geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselte Daten in wesentlichen Bereichen wie Bildung, Einkommen und Erwerbstätigkeit und beleuchtet das Geschlechterverhältnis aus unterschiedlichen Perspektiven.

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Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst im Bundeskanzleramt Österreich (2013): Girls‘ Day im Bundesdienst - Evaluierung 2013, Wien

Die vorliegende Evaluierung fasst die Ergebnisse von 22 retournierten Fragebögen sowie die Programme der Dienststellen zusammen.

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POLICIES Working Paper 73/2013, Florian Holzinger (Joanneum Research)

Bremst die Wirtschaftskrise die Beschäftigungszuwächse von Frauen in F&E in Österreich?