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Frauen in Forschung & Technologie
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Ist DIE Verkehrsfläche weiblich?

8.3.2021, 15:00 -
Online über Zoom
08
Mär

 

Von den mehr als 4.000 Verkehrsflächen in Wien, die nach Personen benannt sind, kommen nur etwas mehr als 10 % auf Frauen.

Die ältesten Straßenbenennungen in Wien gehen auf das Mittelalter zurück und beziehen sich auf topografische Gegebenheiten. So verweisen die Namen der Dorotheergasse und der Annagasse auf angrenzende Klöster.
Mit der Stadterweiterung 1850 mussten neue Straßennamen gefunden werden, um Doppel- bzw. Mehrfachbenennungen zu vermeiden. Frauen kamen dabei kaum zum Zug.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden zentrale Verkehrsflächen im Zuge des Ringstraßenbaus nach Angehörigen des Kaiserhauses, darunter auch Frauen, benannt: z. B. Elisabethstraße, Giselastraße (seit 1919: Bösendorferstraße). Gleichzeitig wurden weibliche Angehörige der Oberschicht, die als "Wohltäterinnen" in Erscheinung getreten waren, wie Henriette von Arnstein (Henriettenplatz) oder Wilhelmine Montléart (Wilhelminenstraße) durch Straßennamen in der Nähe ihrer Wirkungsorte geehrt, doch blieben solche Verkehrsflächenbenennungen Ausnahmen.

Auch weitere Um- und Neubenennungswellen anlässlich von Stadterweiterungen und politischen Umwälzungen veränderten die Unterrepräsentanz von Frauen an Straßennamen nicht. Erst 2012 wurden mehr Verkehrsflächen nach Frauen als nach Männern benannt, um einen Ausgleich zu schaffen. Prominentestes Beispiel dafür ist die Seestadt Aspern, wo fast alle Verkehrsflächen an Frauen erinnern.

Ähnlich tragen auch die meisten Gemeindebauten, die nach Personen benannt sind, die Namen von Männern.

Programm

Vortrag mit Isabella Wasner-Peter, Wienbibliothek im Rathaus

Teilnahme

Zoom-Link wird Anfang März bereitgestellt.

Allgemeine Informationen

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