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UrbanFoodSpots

UrbanFoodSpots

Grundlagenentwicklung für Kühlstationen für eine gender- und diversitätssensible Lebensmittelweitergabe im urbanen Raum

Beteiligte Organisationen

Österreichisches Ökologie-Institut (Projektkoordination), Ernst Winninger GesmbH, TU Wien – Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung

Laufzeit

Juni 2015 – Juni 2017

Projektleiterin

DIin Maria Kalleitner-Huber
kalleitner-huber@ecology.at

Homepage

http://www.ecology.at/urban_food_spots.htm

Ziel des Projekts

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Grundlagen für ein einladendes, gender- und diversitätssensibles Kühlsystem für die Weitergabe von Lebensmitteln im urbanen Raum. Darauf basierend sollen ein Umsetzungsprojekt vorbereitet und potentielle KooperationspartnerInnen gewonnen werden. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und zur Verringerung der Ernährungsarmut zu leisten. 

Fragestellungen

  • Wie muss das System „UrbanFoodSpot“ gestaltet sein, damit die Lebensmittelweitergabe in der Stadt optimal funktioniert?
  • Welche gender- und diversitätsspezifischen Anforderungen werden aufbauend auf den Bedürfnissen der NutzerInnen an das System gestellt?
  • Was unterstützt bzw. hemmt die unterschiedlichen Stakeholder bei einer Umsetzung in die Breite? 

Hintergrund des Projekts

70.000 Tonnen originalverpackte oder angebrochene Lebensmittel aus Haushalten, Industrie und Handel landen pro Jahr im Wiener Restmüll, zugleich sind 22,7% der WienerInnen armutsgefährdet. Um dem gegenzusteuern, werden gender- und diversitätssensible Grundlagen für ein flächendeckendes, niederschwelliges Angebot an Drehscheiben für die lokale Lebensmittelweitergabe entwickelt. Diese UrbanFoodSpots bestehen aus einer Kühlstation und einem Informationssystem. Sie bauen auf den Bedürfnissen unterschiedlicher Gruppen von NutzerInnen auf und sollen für verschiedene Standorte und Organisationsformen konzipiert werden.

Geschlechter-/Gender-Konzeption

Das Projekt basiert auf einem sozialkonstruktivistischem Verständnis von Geschlecht. Die Genderrelevanz des Projekts wird zum einen aus der primären Zuständigkeit von Frauen für Ernährung und Lebensmittelbeschaffung abgeleitet und zum anderen aus der Forschung zum Zusammenhang von Ernährungsgewohnheiten und Gender. Es wird angenommen, dass es eine geschlechtsspezifisch unterschiedliche Bereitschaft zur Nutzung von UrbanFoodSpots gibt (für NehmerInnen und GeberInnen). 

Angestrebte Ergebnisse

Folgende Projektergebnisse sollen nach Projektabschluss vorliegen:

  • Konzept für ein gender- und diversitätssensibles Kühlsystem für die Weitergabe von Lebensmitteln im urbanen Raum – UrbanFoodSpots, das folgende Aspekte umfasst:
    • Darstellung von Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Finanzierung bzw. Trägerschaft für eine erfolgreiche Umsetzung von UrbanFoodSpots
    • Beschreibung der unterschiedlichen Nutzungsszenarien, die sich aufgrund der individuellen Bedürfnisse potentieller NutzerInnen ergeben
    • Technische Auslegung der Kühleinheiten inkl. Anbindung an ein Informationssystem
    • Entwürfe des User Interface Designs für Informationssystem und verschiedene Zugangsmöglichkeiten zu UrbanFoodSpots
    • Mögliche Betriebsvarianten von UrbanFoodSpots, die Kombinationen an Gestaltung, Informationsvermittlung, Abwicklung, Bedienung, Betreuung und Finanzierung beinhalten
  • Commitment potentieller KooperationspartnerInnen zur Unterstützung eines Umsetzungsprojekts mit Prototypen nach Projektabschluss
  • Kosten-Nutzen-Abschätzung für die unterschiedlichen Betriebsvarianten