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Frauen in Forschung & Technologie
Wissen

nach Beschäftigungsverhältnis

Wissenschaftliche Beschäftigte nach Beschäftigungsverhältnis für die Jahre 2013 und 2015

Wissenschafterinnen arbeiten im Vergleich zu Männern überdurchschnittlich häufig in Teilzeit. Aber auch der Anteil an Männern in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen nimmt zu. Sind dies Anzeichen eines Wandels der Arbeitskultur in der außeruniversitären naturwissenschaftlich-technischen Forschung?

Zwar arbeiten noch immer 63% aller WissenschafterInnen in der außeruniversitären Forschung in einem Vollzeitbeschäftigungsverhältnis, jedoch nimmt der Anteil der Teilzeitbeschäftigten kontinuierlich zu. 2015 haben erstmals mehr als 50% der weiblichen WissenschafterInnen in Teilzeit gearbeitet. Bei den Männern sind es 29%. Allerdings weist der überwiegende Teil der Teilzeit beschäftigten WissenschafterInnen ein relativ hohes Beschäftigungsausmaß auf, das bei über 50% einer Vollzeitbeschäftigung liegt. Nur ein kleiner Teil der Teilzeitbeschäftigten weist ein geringes Ausmaß an wöchentlichen Arbeitsstunden auf.

Auch der Anteil der Führungspositionen in Teilzeit nimmt zu. 37% der weiblichen und 21% der männlichen Führungskräfte arbeiten in Teilzeit. Seit 2004 konnte dieser Anteil bei den Frauen um das 4fache und bei den Männern um das 3fache erhöht werden.

Seit 2004 hat nicht nur die Anzahl, sondern auch der Anteil der Väter in familienbedingter Karenz zugenommen: 2015 entfielen rund 25% der Karenzen auf Männer. Auch Elternteilzeit wird zunehmend von Männern in Anspruch genommen: 32% der WissenschafterInnen in Elternteilzeit sind Männer.

Verweist diese Zunahme der Teilzeitarbeit und die Zunahme der Beteiligung von Vätern an Elternteilzeit und Karenz auf einen Wandel der Arbeitskultur in der außeruniversitären Forschung? Wird die Vollzeitbeschäftigung als Norm von flexibleren Arrangements abgelöst?

Wissenschaftliche Beschäftigte nach Beschäftigungsart
Anteile an Voll- und Teilzeitbeschäftigung