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Frauen in Forschung & Technologie
FEMtech

Re-HABITAT-ImmoCHECK+

Re-HABITAT-ImmoCHECK+

Werkzeuge zur Darstellung des Entwicklungspotentials und zur Bewertung von innovativ nutzbaren Einfamilienhäusern

Beteiligte Organisationen

Österreichisches Ökologie-Institut (Projektkoordination), Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG, TU Wien – Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Gugerell KG, pulswerk GmbH, Constance Weiser – architope Netzwerk für nachhaltige Architektur

Laufzeit

Juli 2015 - laufend

Projektleiterin

DIin Julia Lindenthal
lindenthal@ecology.at

Homepage

http://www.ecology.at/rehabitat_immocheck.htm

Ziel des Projekts

Ziel des Projekts ist die Steigerung der Chancen auf Finanzierung und Umsetzung von nachverdichtenden Umbaumaßnahmen, sowie Ankurbelung gender- und altersgerechter, gemeinwohlorientierter Wohnformen in Einfamilienhäusern.

Fragestellung

Wie müssen Werkzeuge zur Darstellung des Entwicklungspotentials und der Einfamilienhaus-Bewertung konzipiert sein, damit sie niemanden von ihrer Nutzung ausschließen und von Frauen und Männern unterschiedlichen Alters gleichermaßen akzeptiert werden und ein aussagekräftiges Ergebnis liefern, das auch als valide Entscheidungshilfe zur Kreditvergabe dient?

Hintergrund des Projekts

Bisher wurde die durch gemeinwohlorientierte Nachverdichtung erreichte Wertsteigerung eines Einfamilienhauses (EFH) in finanziellen Bewertungsinstrumenten noch nicht berücksichtigt. Da vor allem Frauen und ältere Menschen nach herkömmlichen Kriterien die Kreditwürdigkeit schwer erfüllen, außerdem als weniger technikaffin wahrgenommen werden, sind gender- und altersrelevante Faktoren in diesem Vorhaben von hoher Relevanz. Die an die Werkzeuge gestellten Ansprüche sind in erster Linie der Einbezug der Lebensrealitäten der NutzerInnen (EFH-BesitzerInnen und an innovativen Wohnformen Interessierte) und eine niederschwellige Anwendung.

Geschlechter-/Gender-Konzeption

In ReHABITAT-ImmoCHECK+ wird Gender ebenso wie im Vorprojekt ReHABITAT (siehe ReHABITAT) als sozial konstruiert verstanden, Geschlechterverhältnisse sind grundlegende Strukturen unserer Gesellschaft und spiegeln sich somit auch im Handlungsfeld Bauen-Wohnen wider. Aufbauend auf den im FEMtech Projekt FemTools erarbeiteten Begriff von gendersensiblen Produkten sollen die Grundlagen für das ImmoCHECK+-Werkzeug den Fokus stärker auf die Nutzungszusammenhänge, unterschiedliche Bedürfnisse und Ressourcen und weniger auf die kategorialen Zugänge legen. Daher wird Geschlecht speziell in der intersektionellen Verknüpfung mit Alter und dem sozioökonomischen Status begriffen.

Angestrebte Ergebnisse

Mit einem Mix aus sozial- und technikwissenschaftlichen Methoden (Literaturrecherche, ExpertInneninterviews, nutzerInnenzentrierte iterative Erstellung von Modellen und haptischen Werkzeugen, interaktive Evaluation mit NutzerInnen bei Praktikabilitätstests) werden die folgenden Projektergebnisse erarbeitet:

  • Richtlinienheft, in dem die Grundlagen für gender- und alterssensible Werkzeuge zur Bewertung von EFH in Hinblick auf das Potential durch innovative Nutzungsmöglichkeiten (=Entwicklungspotential) zusammengefasst sind. Diese beinhalten bspw. die Forschungsergebnisse zu erforderlichen Daten, dem Erhebungsprozedere, der Definition von Bewertungsparametern, den Erfordernissen, die an ein onlinetaugliches Tool gestellt werden etc.
  • Nutzungs,- Funktions,- und Visualisierungsmodelle, die das Erarbeitete bis zu einem gewissen Grad veranschaulichen und zum Experimentieren in unterschiedlichen Anwendungsfällen benötigt werden
  • Beratungsleitfaden und Vorschläge für ein „haptisches Toolkit“ zur Unterstützung in der Beratung
  •  Sammlung der „next steps“ für die Weiterverwendung der Projektergebnisse, ergänzt um Interessensbekundungen möglicher zukünftiger ProjektpartnerInnen und Finanziers