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Frauen in Forschung & Technologie
Wissen

im Unternehmenssektor

Wissenschaftliche Beschäftige in Forschung und Entwicklung

Wien und Tirol weisen die höchsten Frauenanteile am F&E-Personal im Unternehmenssektor auf. Schlusslicht sind weiterhin Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg.

Der Unternehmenssektor ist entsprechend der ÖNACE-Klassifikation in verschiedene Wirtschaftszweige untergliedert. Die einzelnen Wirtschaftszweige weisen nicht nur ein sehr unterschiedliches Ausmaß an F&E-Aktivitäten auf, sondern sind auch durch unterschiedlich hohe Frauenanteile gekennzeichnet. Den mit Abstand höchsten Frauenanteil beim F&E-Personal im Jahr 2017 weist der Wirtschaftszweig ,,pharmazeutische Erzeugnisse" (58%) sowie die „Wirtschaftsklasse Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie" (54%) auf. Die niedrigsten Frauenanteile verzeichnen die Wirtschaftsklassen „Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen“, „Kraftwagen und Kraftwagenteile“, „Bau“, „sonstiger Fahrzeugbau“ und „Metallerzeugnisse“ mit einem Frauenanteil von jeweils 5% bis 7%.

Im Bundesländervergleich ist der Frauenanteil bei den Beschäftigten im F&E-Unternehmenssektor in Tirol mit 25% am höchsten, gefolgt von Wien mit rund 21%, Niederösterreich (16%), Burgenland (15%) und der Steiermark (15%). Das Schlusslicht bilden Kärnten (13%), Salzburg (12%), Oberösterreich und Vorarlberg (jeweils 9%).

Der Frauenanteil beim F&E-Personal schwankt nach Beschäftigungsgrößenklassen. Kleinst- und Kleinbetriebe (jeweils 18%) weisen einen etwas höheren Frauenanteil beim F&E-Personal auf als Mittel- und Großbetriebe (16% bzw. 15%).

Der Unternehmenssektor wird in zwei große F&E-relevante Bereiche unterteilt: Die Sachgüterproduktion und den Dienstleistungssektor. Im Dienstleistungssektor (21%) ist der Frauenanteil am F&E-Personal mehr als doppelt so hoch als in der Sachgüterproduktion (13%).

Ein weiterer Subsektor des Unternehmenssektors ist der IKT-Sektor. Dieser weist mit rund 14% einen vergleichsweise niedrigen Frauenanteil am F&E-Personal auf.

Zusammenfassend können folgende zentralen Ergebnisse für den Unternehmenssektor festgehalten werden:

  • Der Unternehmenssektor weist eine hohe Beschäftigungsdynamik auf von der zunehmend auch Frauen profitieren – zwar wächst die Anzahl der Wissenschafterinnen, allerdings stagniert der Wissenschafterinnen-Anteil, da die Anzahl der Wissenschafter annähernd gleich schnell wächst.
  • Bereiche mit überdurchschnittlich hohen Frauenanteilen stehen Bereichen mit sehr niedrigen Anteilen gegenüber. Der Unternehmenssektor ist in sich sehr stark geschlechtsspezifisch segregiert.
  • Deutliche Unterschiede bei der Partizipation von Frauen in der unternehmensbezogenen Forschung und Entwicklung sind auch zwischen den Bundesländern feststellbar.
Frauenanteile bei Beschäftigten nach Wirtschaftszweigen
Beschäftigte nach Bundesländern
Beschäftigungsanteile nach Bundesländern
Beschäftigte nach Beschäftigtengrößenklassen
Beschäftigungsanteile nach Beschäftigtengrößenklassen
Beschäftigte nach kategorisierten Größenklassen
Beschäftigungsanteile nach kategorisierten Beschäftigtengrößenklassen
Beschäftigte nach Technologieintensität
Beschäftigte nach Wissensintensität
Beschäftigte im IKT-Sektor