Expertin des Monats
Juni 2019
Mag.a Anna Weszelits, Bakk.a

Je mehr sich ein Berufs- und Forschungsfeld aktiv unterschiedlichsten Personengruppen öffnet, je weniger anfällig für Marginalisierungseffekte, systematischen Ausschluss und Ungleichbehandlung es ist, umso diversere, universellere und relevantere Ideen und Umsetzungen können daraus entstehen. Und am Ende profitieren davon alle.

Interview

WORDRAP MIT ANNA WESZELITS:

Womit ich als Kind am Liebsten gespielt habe:
Im Hof unseres Wohnhauses, mit so ziemlich allem. 

Mein Lieblingsfach in der Schule war: 
Altgriechisch

Dieses Studium würde ich jetzt wählen:   
Wichtiger als das WAS ist aus meiner Sicht das WIE: Das perfekte, einen auf alles vorbereitende Studium gibt es nicht, aber es spielt eine Rolle, wie interdisziplinär man an ein Fach herangeht und wie sehr man daran interessiert ist, über dessen Tellerrand zu schauen. Querverbindungen zu anderen Disziplinen liefern aus meiner Erfahrung die wertvollsten Lerneffekte und Erkenntnisse. 

Meine Vorbilder sind: 
Menschen, die nach ihren Worten und Werten handeln und sich für andere einsetzen, auch wenn es unangenehm wird.

Was ich gerne erfinden würde:
Angebracht wäre etwas, das der von Menschen verursachten Zerstörung unseres Planeten signifikant entgegenwirken kann.

Wenn der Frauenanteil in der Technik 50 Prozent beträgt …
… kann das ein Indikator dafür sein, dass wir in unserer Gesellschaft überholte Rollenbilder und die daraus abgeleitete strukturelle Benachteiligung von Personengruppen endlich überwunden haben. 

Wenn der Frauenanteil in Führungspositionen 50 Prozent beträgt …
… kann auch das ein Indikator dafür sein, dass wir in unserer Gesellschaft überholte Rollenbilder und die daraus abgeleitete strukturelle Benachteiligung von Personengruppen endlich überwunden haben.

Was verbinden Sie mit Innovation:     
Innovation bedeutet für mich, durch Querdenken jenseits der Norm unterschiedlichste Arten von Mehrwert entstehen zu lassen.         

Warum ist Forschungsförderung in Österreich wichtig:    
Um genau jenes Querdenken zu unterstützen! Das Kultivieren von transdisziplinärer Forschung kann aus Wissenschaft mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile machen. 

Meine Leseempfehlung lautet:  
Die Welt von Gestern von Stefan Zweig
Die Wand von Marlen Haushofer
Das Geräusch einer Schnecke beim Essen von Elizabeth Tova Bailey
Für Kinderbuchempfehlungen möchte ich zudem allen Interessierten das Gemeinschaftsblogprojekt buuu.ch ans Herz legen: Hier werden jede Menge Bücher rezensiert, die vielfältige und progressive Rollenbilder vermitteln – also genau das, was unsere Gesellschaft braucht!

Anna Weszelits
Mag.a Anna Weszelits, Bakk.a

Austro Control

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Letzte Aktualisierung: 08.10.2019